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Lions Club Hilden
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Dateityp: pdf, 947,9K, Letzte Änderung: 29.12.21, 56 downloads

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Fit für den Schulstart - Kinder lernen, Konflikte ohne Gewalt zu lösen

Was tun, wenn man auf dem Schulhof von einem anderen Kind geschubst wird? Einfach zurück schubsen? Nein, es geht auch anders. Wie Kinder gewaltfrei Konflikte lösen können, ist Inhalt des Projektes "Fit für die Schule", das nun von der Wellnitz Konfliktkommunikation an neun Hildener Kitas umgesetzt wird.

Die Kita Mäusenest war eine der ersten, an der dieses Training mit den Vorschulkindern durchgeführt wurde. Der Fokus liegt hier auf den Konflikten von Kindern untereinander. Die Kinder werden anhand für sie bekannten Lebenssituationen konkret geschult.

Wie reagiere ich, wenn mich einer schubst? Ronnie Wellnitz zeigt mit der Theaterpädagogin Mara Budzisch, wie eine gewaltfreie Reaktion möglich ist. Stufe eins: "Deutlich sagen: Hör auf zu schubsen." Hilft das nicht, folgt Stufe zwei: "Nun wird man lauter: Hör auf zu schubsen!" Hört das Gegenüber immer noch nicht auf, kommt Stufe drei: "Wenn das alles nicht hilft, ruft man laut: Stopp!" Natürlich sind die Stimmlage und Lautstärke ebenfalls wichtig.

Außerdem wird den Kindern während des Trainings gezeigt, wie sie eine neutrale Körperhaltung einnehmen können. "Nicht ängstlich, nicht aggressiv, nicht traurig", erklärt Wellnitz. Und die Mimik ist ein weiterer Faktor. "Lachen gehört nicht in einen Streit", betont Ronnie Wellnitz. "Der Blickkontakt ist wichtig."

Rafael und Aaliyah haben das Training bereits hinter sich und fühlen sich nun fit für die Schule. Was haben sie gelernt? "Zu sagen: Hör auf damit!", sagt Rafael. Und Aaliyah verrät: "Das Schönste war das mit dem Klären." Damit ist ein Konflikt gemeint und Mara Budzisch, bringt es auf den Punkt: "So, dass das Problem immer kleiner wird."

Wie wichtig gewaltfreie Kommunikation und Konfliktlösung ist, zeigt auch die hohe Nachfrage an solchen Projekten in der Corona-Zeit. "Es gibt einen hohen Nachholbedarf was soziale Interaktion betrifft", erklärt Ronnie Wellnitz. Deshalb ist das Jugendamt Hilden auch besonders froh, dass eine großzügige Spende des Lions-Club Hilden die Durchführung dieses Projekts an neun Kitas ermöglicht hat.

"Gerade während der Pandemie und der Lockdowns haben die Fälle von Gewalt stark zugenommen", sagt Reinhard Gatzke, ehemaliger Schul-, Sport- und Sozialdezernent Hildens und Mitglied des Lions-Clubs. "Es war uns wichtig, in diesem Jahr nochmal einen besonderen Schwerpunkt zu setzen." Der Lions-Club hat 10.000 Euro für die Präventionsarbeit in den Kitas in die Hand genommen. "Der Schutz der Kinder ist uns eine Herzensangelegenheit", betont Gatzke. "Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass die Kinder in Hilden gewaltfrei aufwachsen können."

Rafael und Aaliyah sind selbstbewusster und sicherer aus dem Training herausgegangen. Nun freuen sich die beiden Fünfjährigen auf die Schule. "Besonders auf die Pausen", gibt Rafael zu. Und genau da werden sie das Gelernte sicher mehr als einmal einsetzen können.

"In diesem Jahr haben wir die Gewaltprävention in Kitas und Schulen zu einem ganz besonderen Schwerpunkt unserer Förderung gemacht", sagt Lions-Club-Präsident Jürgen Bielor. "Wir freuen uns sehr, dass dies so gut gelungen ist."

Original Pressebericht erschienen: Rheinische Post, 29.11.2021, von Sandra Grünwald, Foto: Köhlen, Stephan

Download Flyer (PDF)

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Flyer Gewaltprävention und Selbstbehauptung für Vorschulkinder

Presseartikel

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Original Pressebericht Rheinische Post vom 29.11.2021