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Lions Club Hilden
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Originalbericht

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Rheinische Post Hilden vom 26. August 2019

Petra Zylla - Dem Wohl des Menschen verpflichtet

Im Jubiläumsjahr des Lions Clubs Hilden übernimmt Petra Zylla die Präsidentschaft. Mit dem Motto „We serve“ kann sich die Fachärztin sehr gut identifizieren: Ihr Leben ist darauf ausgelegt, Menschen zu helfen.

„Ich habe die Verpflichtung den Hildener Bürgern gerecht zu werden“, erklärt Petra Zylla. Die 65-Jährige Fachärztin hat kürzlich das Amt der Präsidentin des Lions Clubs Hilden übernommen. Als Mitglied des Clubs sowie in ihrer Position als Ärztin merkt Zylla immer wieder, worauf sie ihr Leben ausgerichtet hat: Uneigennütziges Engagement. Sie möchte zurückgeben und dienen, um andere zu unterstützen.

Die geborene Osnabrückerin wohnt seit 26 Jahren in Hilden und betreibt dort seit 28 Jahren eine eigene Praxis. „Wenn ich in der Praxis bin, schalte ich alles andere ab“, berichtet Zylla. Mit glänzenden Augen spricht sie von ihrem Beruf, an dem sie die Arbeit mit den Menschen sehr schätze. „Ich hätte nie einen Bürojob machen können.“ Ihre Patienten, Säuglinge bis Senioren, männlich wie weiblich, liegen Zylla am Herzen. „Es ist wichtig, sich auf den Menschen einzulassen und genau zuzuhören.“ Dafür mache sie gerne Überstunden.

Ihr Weg in den Arztberuf war von langer Hand geplant. Schon mit zwölf Jahren wälzte sich Zylla einmal monatlich vor der Morgendämmerung aus dem Bett – mit Vorfreude. Sie leistete freiwillig den sonntäglichen Aushilfsdienst im Marienhospital Osnabrück und entdeckte ihren Traumberuf. Schule, Abitur, Studium, Doktorarbeit und Weiterbildungen – heute ist Zylla eine in Hilden bekannte Fachärztin für Anästhesie und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Adrett gekleidet sitzt sie im Besprechungszimmer ihrer Praxis, Heiligenstraße 90, und erklärt: „Ich sehe das hier als Serviceunternehmen.“ Sie diene dem Patienten, so wie der Lions Club den Bürgern diene.

„We serve“ (zu deutsch: „Wir dienen“) ist das Motto des Lions Clubs. Zylla ist seit 2001 Mitglied im Hildener Club. 2008 übernahm sie erstmalig die Präsidentschaft, im diesjährigen Jubiläumsjahr zum zweiten Mal. „Ich bin es dem Club schuldig“, befindet die Fachärztin. Aktuell organisiere sie intensiv die Jubiläumsfeier, die am 9. November, also auf den Tag genau 30 Jahre nach Club-Gründung, im Heinrich-Strangmeier-Saal stattfinden wird. Als Präsidentin obliegen Zylla noch weitere und zeitintensive Aufgaben: Sie organisiert die zwei Mitgliederversammlungen, die zwölf Vorstandssitzungen sowie etliche Vorträge externer Referenten – für Mitglieder und außenstehende Interessenten, die sich beim Club melden. Tatkräftige Unterstützung und damit Entlastung bietet ihr Hartmut-Jo Beckedahl, Sekretär des Lions Clubs Hilden, dem Zylla nach eigener Angabe zu großem Dank verpflichtet sei.

Der Lions Club erarbeitet seine Spendengelder über so genannte „Activities“. Für Hilden zählen dazu unter anderem die Adventskalender-Aktion im Dezember und das Benefizkonzert im März, bei dem das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr und das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Hilden spielen. Zylla organisiere all diese Aktionen federführend mit, doch in ihrer Regentschaft peile sie eine kleine Wende an. Die Ärztin möchte das Vorurteil des „Elitismus“ im Lions Club abschaffen. „Es ist weniger elitär als es immer scheint“, erklärt Zylla. Sie plane neue Mitglieder, insbesondere Familien mit Kind, zu akquirieren und den Lions Club bei Kindern und Jugendlichen bekannter machen.

Zylla selbst ist verheiratet und Mutter eines 32-jährigen Sohns. Außerhalb ihrer Arbeitszeit, ist sie zudem leidenschaftliche Gärtnerin. „Der Garten muss eine Komposition sein“, erklärt die selbsternannte „Landpomeranze“ begeistert. Ferner fährt Zylla gerne Ski und Auto und interessiert sich für Mode und Kunst. Für 2020 plant die Fachärztin ihren Ruhestand – die Praxis übernimmt Thorben Gettmann. Doch anstatt die gewonnene Freizeit an ihrem liebsten Urlaubsort Rügen – „mit einer faszinierenden Kombination aus Wald und Meer“ – zu verbringen, hat Zylla anderes vor. Zur Weiterbildung beabsichtigt sie eine Studium für Kunst oder Kunstgeschichte. Und „um nicht immer nur zu quaken, sondern etwas zu machen“ möchte sich die Fachärztin künftig politisch engagieren. Auch in der Rente heißt es für Petra Zylla somit: Freiwilliges Engagement, um anderen das Leben zu verbessern.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)